Unser Verein stellt sich vor...

 

Dogs Island e.V. ist ein eingetragener Verein, der im Ruhrgebiet und Umgebung tätig ist. Wir bestehen aus einer kleinen Gruppe von Tierschützern, die in Ihrer Freizeit aktiv und ehrenamtlich Tierschutz betreiben. Unsere Hunde werden ausschließlich in privaten Pflegestellen untergebracht und versorgt. 

 

Wir kümmern uns um Hunde aus dem Tierschutz, einige fühlen sich sofort in ihrer neuen Umgebung wohl, andere haben vielleicht noch nie in einem Haus gelebt, kennen keine Treppen, keine Halsbänder und Leinen und manche brauchen besonders viel Zeit um wieder Vertrauen zu fassen. Dabei versuchen wir und unsere Pflegefamilien die Hunde bestmöglich auf das zukünftige Zuhause vorzubereiten.

 

Neben der Arbeit mit den Hunden auf den Pflegestellen übernehmen unsere Mitglieder noch viele weitere Aufgaben: Gespräche und Vorkontrollen bei den zukünftigen Besitzern, Betreuung und Nachkontrollen in den Familien unserer ehemaligen Schützlinge, Pflege der Internetseite, Kontakt mit unseren Partnervereinen und und und... Diese anfallenden Arbeiten machen wir gerne und jede positive Vermittlung entschädigt für die geopferte Freizeit.

 

Dogs-Island e.V. kooperiert mit 1  Tierschutzvereinen in Griechenland und 1 in Spanien. Unsere Partnervereine vertreten die gleichen Ideologien und Ziele wie wir und wir können auf eine lange gemeinsame Zusammenarbeit und viele erfolgreiche Vermittlungen und Projekte zurückblicken. Gerne können Sie sich auf den Internetseiten  unserer Partnervereine über diese informieren.

 

Ein paar Worte zum Auslandstierschutz...

 

Wir sind uns natürlich darüber im Klaren, dass Auslandstierschutz ein heikles Thema ist, zu dem es viele Meinungen gibt. Wir vertreten den Standpunkt, dass Tierschutz in dem jeweiligen Land beginnen sollte und unterstützen unsere Partnervereine daher bei verschiedenen präventiven Projekten vor Ort. Diese haben es zum Ziel, langfristig ein neues Bewusstsein in der Bevölkerung zu schaffen. Dauerhaft kann eine Vermittlung nach Deutschland keine Lösung sein.

 

Eine Verbesserung der Situation der Tiere vor Ort kann jedoch trotz der Bemühungen engagierter Tierschützer nicht von heute auf morgen stattfinden. Den Hunden, die bis dahin in den Tötungsstationen im Ausland landen, hilft keine präventive Arbeit mehr. Wir setzen uns daher neben der Unterstützung der Tierschützern vor Ort auch für eine solide Vermittlung der Tiere nach Deutschland ein - die einzige Chance, die diese Tiere haben.

 

Tierschutz im Ausland ist in den letzten Jahren durch verantwortungslose Menschen, die aus dem Elend im Ausland Gewinn schlagen wollen, in Verruf geraten. Wir möchten uns von diesen Vereinen abgrenzen und unseren Ärger zum Ausdruck bringen, den wir mit vielen Organisationen teilen. Wir bemühen uns um verantwortungsbewussten Tierschutz, der ordnungsgemäß alle bürokratischen und medizinischen Bedingungen erfüllt. Das Tier steht im Vordergrund und Tierschutz endet für uns nicht vor oder hinter den Grenzen unseres Landes.

 

Vom fernen Ausland ins neue Zuhause...

 

Wenn Sie sich für einen unserer Hunde interessieren, können Sie telefonisch oder per E-Mail Kontakt zu uns aufnehmen. Wir bemühen uns sobald wie möglich ein erstes Treffen zwischen Ihnen und dem ausgewählten Hund zu organisieren. Wenn Sie sich dazu entschieden haben, einem unserer Schützlinge ein Zuhause geben zu wollen, ist es uns wichtig, Sie und Ihr familiäres Umfeld in einem Gespräch genauer kennenzulernen. Dieses Treffen findet bei Ihnen Zuhause statt und hat das Ziel mit Ihnen gemeinsam herauszufinden, ob Sie und der gewünschte Hund zusammenpassen, weitere Fragen Ihrerseits zu besprechen und ein bisschen zu plaudern. Zu diesem Termin sollten möglichst alle Familienmitglieder anwesend sein. Verlief dieser Besuch für beide Seiten zufriedenstellend, kann Ihr neues Familienmitglied bei Ihnen einziehen. Sollte sich der Hund noch im Ausland befinden, suchen wir für ihn einen möglichst zeitnah eine Transportmöglichkeit, die  ihn nach Deutschland bringt.

Es kommt durchaus vor, dass wir Bewerber für einen Hund ablehnen. Das hat nichts mit Sympathie/Antisympathie oder Ihrer Couchgarnitur zu tun, sondern damit, dass wir aufgrund unserer Erfahrung entscheiden, ob Hund und Halter zusammenpassen. Wir sind auch gerne behilflich, mit Ihnen einen Hund zu finden, der besser zu Ihnen passt. Es ist unser Anliegen mit einem guten Gefühl  ein optimales Zuhause für unsere Schützlinge zu finden.

Unsere Hunde werden alle geimpft, gechipt, entwurmt und mit Schutzvertrag gegen eine Schutzgebühr abgegeben.

Selbstverständlich werden Sie auch nach der Vermittlung noch weiterhin von uns betreut. Wir freuen uns sehr, wenn Sie uns auch in Zukunft noch mit Bildern und Berichten über ihr neues Familienmitglied auf dem Laufenden halten.


Auslandskrankheiten am Beispiel Leishmaniose ...

Durch die Einfuhr von Hunden aus Mittelmeerländern wird die Leishmaniose zu einem wichtigen Thema in Deutschland. Leishmaniose ist eine Infektion, die von parasitären Einzellern (Leishmanien) ausgelöst wird.

Weltweit wird zwischen drei Formen der Leishmaniose unterschieden: die kutane (Hautleishmaniose), die mukokutane (Schleimhautleishmaniose) und die viszerale (innere Leishmaniose). In Europa (z.B.: Südfrankreich, Italien, Griechenland und Spanien) existiert entlang der Mittelmeerküsten eine Art Parasiten, die scheinbar nur für Hunde lebensgefährlich ist.

 

Übertragung

Leishmanien, Erreger der Leishmaniose, sind kleine Parasiten, die von 2-3 cm großen Sandmücken oder Schmetterlingsmücken übertragen werden. Infiziertes Blut wird aufgenommen und durch einen Stich an ein anderes Individuum weitergegeben.

Die Vielfalt der möglichen Symptome macht das Erkennen einer Leishmaniose sehr schwer.

Als erste Anzeichen werden das Ausfransen der Ohren beschrieben (wie von Fliegen angeknabberte Ohrränder). Häufig kommt es dabei zu kleinen Einrissen, meist mit Schuppenbildung an Ohren, Kopf, schließlich am gesamten Körper.

Begleitet wird das Ganze von offenen, kleinen Ulcera (Hautwunden). Diese Wunden sind meist rund und verheilen extrem schlecht. Angeführt von Haarausfall befallen diese Ulcera nach und nach Kopf, Hinterbeine, bis hin zum gesamten Körper.

Die befallenen Tiere leiden an Appetitlosigkeit, starkem Krallenwachstum, Nasenbluten, chronischem Durchfall, verlieren an Gewicht.

Es folgen Blutarmut, Lahmheit, zum Schluß Nierenversagen, die häufigste Todesursache der erkrankten Vierbeiner.

Viele Hunde können den Erreger jahrelang in sich tragen und lange, bzw. sogar nie erkranken!

Haarausfall mit Ulcera am ganzen Körper und Kopf.

 

Therapie

Leishmaniose ist behandelbar, heilbar ist sie wohl nicht.

Allopurinol, ein Medikament aus der Humanmedizin (Gichtmittel), bewirkt einen Rückzug der Leishmanien aus dem Blut. Nach einer Einnahme von ca. 3-4 Monaten zeigt sich der Titer meist negativ. Das heißt, es sind keine Antikörper gegen die Krankheitserreger im Blut nachweisbar. Trotzdem muß bei einem behandelten Tier regelmäßig eine Blutkontrolle erfolgen. Bei Streß oder einer immunschwächenden Erkrankung, hier reicht eine einfache Erkältung, können die Leishmanien sich sofort wieder vermehren und eine erneute Behandlung kann nötig sein. Allopurinol ist ein sehr preiswertes Medikament.
Bei einer akut ausgebrochenen Leishmaniose reicht diese “sanfte” Behandlung meist nicht mehr. Hier setzen Mediziner zur Behandlung Glucantime ein. Es wird unter genauer Beobachtung des Arztes über einen längeren Zeitraum injiziert, hat oftmals Nebenwirkungen, ist teuer (bei einem Hund mit 20kg Körpergwicht muss man mit knapp 500€ Medikamentenkosten rechnen) – aber auch sehr wirksam. 80% der betroffenen Hunde sind nach der Behandlung beschwerdefrei – nicht geheilt, aber immerhin ohne Symptome!

Ein weiteres Medikament, welches mittlerweile ebenfalls häufig zur Anwendung kommt, ist Miltefosin, entwickelt von Prof. Eibl, Max-Planck-Institut Göttingen. Miltefosin soll teilweise sogar eine vollständige Heilung der Tiere erzielen. Aber auch dieses Medikament bringt Nebenwirkungen.

Es wird zur Zeit an einem Impfstoff gegen Leishmaniose geforscht, der angeblich infizierte Hunde auch heilen soll. In ca. 3-4 Jahren soll dieses heissbegehrte Medikament zugelassen werden.

Unsere Erwachsenen Hunde werden vor ihrer Reise nach Deutschland auf diese Erkrankung hin getestet, wobei jedoch eine 100%ige Sicherheit durch den Test nicht gewährleistet werden kann.